Jens will Meer

Nicola

Mehr Meer. Deutlich mehr. Oben seht ihr Nicola aus Levanto, der den ganzen Sommer dort sitzt. An den musste ich eben denken, weil er noch Fotos von mir bekommt. Er sitzt den ganzen Sommer dort auf seinem Stuhl und schaut aufs Meer. Und ich schaue auf ihn, weil er so ruhig aufs Meer schaut. Dann denke ich immer: Das möchte ich auch können. Eine solche Ruhe möchte ich auch haben.

Zwischendurch geht er in die Bar, die Piper Bar und trinkt einen Espresso. An der Bar heißt das Cafe, mehr muss man nicht sagen. Und er sowieso nicht, weil jeder weiß, was er will, wenn er früh kommt. Mittags holt er sich dann ein Sandwich, das in Italien natürlich anders heißt, und kehrt an seinen Platz zurück. Hinsetzen. Gucken. Ein Kanu verleihen.

Levanto Strand

Oder ein Surfbrett. Aber das in den meisten Fällen an mich. Levanto ist ein Wellenreit-Spot, aber kein Windsurf-Revier. Mich hat das Meer mal ausgespuckt, als ich bei Wellen raus bin. Nach so viel Wind hatte es von draußen gar nicht ausgesehen. Was hatte das für einen Aufruhr am Strand gegeben, weil ich ein wenig schwimmen musste, um nicht genau auf dem Wellenbrecher aus Stein zu landen. Herrje.

Die Fotos, die ich ihm versprochen habe, habe ich gemacht, als er Windsurfen war. Dumm gelaufen. Ich war in der Piper-Bar, schaute aufs Meer und auch sonst so überall hin und dachte: Guter Wind. Geh doch mal ne Runde Windsurfen. Nachmittag, so gegen 16 Uhr. Dann habe ich getrödelt oder noch etwas besorgt und als ich dann so weit war, gings nicht mehr. Ich traute meinen Augen nicht, das hatte ich vorher noch nicht erlebt, Nicola war rausgesurft. Ich hatte nicht gewusst, dass er das kann. Aber wie.

Und ich? Durfte zugucken, weil der Verleiher draußen Spaß hatte. Miste. Verpennt. So hab ich ihn dann später beim Reinsurfen abgelichtet und ihm eben versprochen, die Bilder zuzusenden. Jetzt im Winter ist eine gute Gelegenheit, da machen die viel mehr Spaß. Genüsslich durchklicken, Sonne gucken, sehen, wie sich die Menschen im warmen Meer tummeln. Sonne satt, pralles Leben, beste Laune, wärmedurchtränkte Körper. Alles leicht, alles easy. Wonderful.

So, jetzt muss ich euch allein lassen, noch ein paar Fotos gucken. Das hier unten ist übrigens von der Via del Amore, die Riomaggiore mit Manarola verbindet und aktuell wegen eines Erdrutsches gesperrt ist. Die führt am Meer entlang ist der schönste Spazierweg der Welt überhaupt und macht sehr viel Freude bei Sonnenuntergang. Kitschiger geht’s nicht. Aber so schön. Ciao.

Via del Amore

2 Antworten auf „Jens will Meer“

  1. Hallo Jens,

    schaut gut aus, Dein Meer. Genug Wind haben wir ja jetzt schon, nein, hast Du ja jetzt schon. Fehlt noch die Sonne, viel, viel, viel Arbeit und Urlaubszeit. Dann kannste wieder Italien! Oder?

    Ich hatte heute auch „Meer“. Morgens, in Eile, Termin stand an, wollte ich noch schnell die Waschmaschine ausräumen. Maschine auf, viel Wasser herausschwapp, Tür schnell wieder zu. Handtücher en masse auf den Boden gepackt, weil gleich nebenan der Teppich vom Flur lauert. Hatte aus Versehen die Maschine vorzeitig ausgestellt. Also, nix Maschine kaputt.

    LG
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      was machste denn? Schwippschwapp, schwibbel die schwapp. Also wirklich. Und die Tür ließ sich öffnen? Ah, weil du ausgestellt hattest. Is ja nur Wasser. Kann man ja wegwischen.

      Ja, Levanto ist fest im Terminkalender. Wieder da. Dieses Jahr kommen noch mehr Leute mit. Großes Zeltlager. Freue mich. Allerdings war es letztes Jahr soooo schön, ich weiß nicht… Egal. Ball flach halten, Erwartungen nicht zu hoch schrauben, nehmen, wie es kommt. Meer ist da, Sonne auch, Cappuccino ebenso… Also eigentlich, dürfte. Aber, man weiß nicht. Wir werden sehen.

      Gute Nacht, schlaf gut

      Jens

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