What a fucking day this „Blue Monday“?

Blau

Habt ihrs gespürt? Hat er euch runtrergezogen, fertig gemacht, deprimiert? Dieser 14. Januar, der schrecklichste Tag des Jahres. Und wieder die Wissenschaft. Statistiken, Erklärungen. Die Dunkelheit wirkt, die zurückliegenden Feiertage, das Einsehen, dass dieses Jahr ganz normal weitergeht. Die guten Vorsätze sind schon wie Wachs in der Sonne geschmolzen, wie der Turm zu Babel in sich zusammengekracht, wie ein Wahlversprechen vom Winterwind hinfortgetragen. Dazu noch Kälte und Schnee. Was würde ich für ein paar Italien-Sommertage geben…

Aber. Klar. Ich meine. Wir können ja nicht. Wollen nicht. Trübsal blasen, zum Lachen in den Keller gehen, uns die Laune verderben lassen. Mitnichten. Selbstverständlich stehen wir senkrecht und halten stand. Ach Mist. Quatsch. Einfach mal hingeben. Hat ja auch keinen Zweck, dauernd Sonne zu predigen. Ist doch, wie es ist. Der Winter fordert seinen Tribut, kassiert schon mal für den Frühling und den Sommer, dieser härteste aller Türsteher. Härter als der, den ich am Freitag in Frankfurt getroffen habe: „Du muss immer wissen: Türsteher wollen keine Schlägerei. Türsteher, die sich schlagen, sind verbrannt. Wenn du also sehr konsequent deinen Weg gehst, kommst du fast überall rein.“

Ich glaube, der hat mich verwechselt. Den konsequenten Blick muss ich sicherlich noch üben. Und ansonsten komme ich auch so überall rein. Ich zahle ganz einfach Eintritt. Is auch ’n guter Trick, der hilft.

So, jetzt aber noch eine Tüte Optimismus für den Tag. Ich denke, ihr wisst schon, was kommt. Klar. Ganz einfach: Wir haben den schlimmsten Tag des Jahres hinter uns. Große Party. Congratulation. Selbst der Mond hat für diesen 14. nur eine schmale Sichel über, die sehr schön am Himmel steht. Also morgen dann der 15. Neuer Tag, neues Glück, steigen sie ein meine Herrschaften, eine runde Amor-Bahn. Gleich schließt das Verdeck… Und dann geht es auf und schon wieder geht die Sonne etwas später unter. Nur noch ein wenig Winter. Und dann. Bald kommen die Winterlinge, die Schneeglöckchen… Jetzt wird’s kitschig. Ich mach mal lieber SCHLUZ mit lustig. Ciao. Haltet durch, rottet euch zusammen, liebt euch, macht verrückte Dinge, werft über Bord, hisst Fahnen, reitet weiter…

14 Antworten auf „What a fucking day this „Blue Monday“?“

  1. Hallo Jens,

    oh, ich schreibe auf der frisch renovierten Fifty-fifty-Seite. Ein bißchen anders. Aber auch gut. Dieser Montag war kein „Fucking Day“. Morgens überall weißer Puderzucker. Mittags blauer Himmel (Was ist das? Ein seltenes Naturphänomen in den dunklen, grauen Wintertagen.). Hey, Leute, das nenne ich doch „Lovely Monday“. Oder?
    Ich mache da mal beide Augen zu wegen den Leuten, die auf der Straße herumgerutscht sind. Winter ist Winter. Ist eben so. Und plötzlich und unerwartet kam der Schnee nicht über Nacht. Das kann ich nicht mehr hören. Der Schnee fing am Abend zuvor an zu fallen und war am Morgen halt immer noch da. Da muß man sich an die Verhältnisse anpassen. Fahrtechnisch.
    Und Du, Jens, begibst Dich bitte jetzt auf den imaginären Regenbogen und schaust Dich von da oben in aller Ruhe um. Kannst Du es schon riechen? Das Meer. So weit ist es nicht mehr weg.

    Winterliche Grüße
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      si, öfter mal was Neues. Ab und an freue ich mich über ein neues Design, damit ich nicht über Jahre das gleiche Erscheinungsbild sehe. Das würde mich auf Dauer langweilen. Deshalb das Design-Upgrade.

      LOVELY MONDAY. Was für ein schöner, wunderbarer Begriff. Ein Songtitel, nachdem der Montag ja oft so negativ dargestellt wird, weil er der Abschied vom süßen Wochenende ist. Aber auch: Anfang. Wiedersehen von Kollegen, raus ins Leben, tund, was man tun möchte. Hat man das gut eingerichtet, kann man sich auf den Montag freuen.

      Jens over the Rainbow. Grins. Schön wärs. Bin mittendrin im Trubel:)

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Guten Morgen!

    Nanu? Verdruß?
    Jaja, heute hier morgen dort, Welle rauf und wieder runter…mitten im Meer des Seins, gäh?
    Der Himmel leuchtet heute aber wieder ganz purpur, jetzt gerade, hier vor meinem Fenster-
    kannst du´s auch sehen?
    Neues Spiel-neues Glück!!!

    1. Hi Sarah,

      nein, kein Verdruss. Hinweg damit. Was soll das schlechte Leben nutzen? Bei mir war es noch dunkel und die Sonne hat es nicht durch den Schnee geschafft. Alles weiß hier.

      Liebe Grüße

      Jens

    1. Liebe Viveka,

      Schluz is lustig, ne. Hab ich von nem Freund in Aachen, der sich verquaselt hat. Schwupps, Wort geboren. Ich wünsche dir viel Spaß damit in Essen, beim Essen und überhaupt.

      Viele, viele Grüße vom Lande

      Jens

  3. Lieber Jens,

    da wäre ich dann wieder, betrete den Regenbogen und schleich‘ Euch nach.

    Was los? Vom Reenbogen gefallen? O.k. reich mir die Hand ich zieh Dich hoch und los, damit wir die anderen noch einholen. Der Tag gestern war gut, sehr sogar, als Steinbock kann er mich nicht verdrießen dieser 14. Januar :-)

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      herzlich Willkommen auf dem Regenbogen. Nee, mein 14. Januar war auch O.K. Das war mehr so eine Sache der Wissenschaftler. Zum ersten mal gehört, dass es solch einen schlimmsten Tag geben soll. Is ja irgendwie auch Quatsch mit Soße. Aber wo wir ihn hinter uns gebracht haben, freuen wir uns…

      Liebe Grüße

      Jens

  4. Lieber Jens,

    that’s what the pocket-rainbow was meant for ;-)!!!

    Die Tage werden schon wieder länger: Da kann man natürlich auch ein wenig länger trübe sein… .
    Grau ist auch eine schöne Farbe, kommt ganz auf den Kontext an.
    Wünsche Dir weiterhin eine schöne Woche!

    LG, Danièle

    1. Hi Danièle,

      für solche Tage. Sehr praktisch. Allerdings muss ich hier gerade komplett auf Elektrolicht ausweichen, weil die Sonne im Schnee versinkt. Brrrr, kalt. Grau ist tatsächlich manchmal sehr schön und nobel. Auch auf Fotos.

      Ich wünsche dir auch eine wunderbare Woche.

      Liebe Grüße

      Jens

  5. Montag, 14.1.2013 – der schrecklichste Tag des Jahres? Kann ich so nicht bestätigen. Habe eine Woche New York hinter mir und die Frage: will ich hier für ein paar Jahre leben? Mal wieder die Koffer packen, alles hinter mir lassen, neu anfangen wie so oft in meinem Leben. Am Wochenende fiel dann der nicht leichte Entschluss: jetzt ist mal „bleiben“ angesagt, „landen“, nicht schon wieder starten. Am Montag, dem 14. dann Abflug in das alte, aber irgendwie doch auch neue Leben . Nicht NY, sondern OWL. Fühlt sich richtig und gut an, jetzt. Wurzeln schlagen, weiterarbeiten am Job, an Beziehungen. Dran bleiben an den Lieben, der Familie, den erwachsenen Kindern.
    Montag der 14. wird für mich immer ein Meilenstein sein, im positiven Sinne.
    Liebe Grüße aus dem Ostwestfälischen,
    Uta

    1. Hi Uta,

      New York. Wow. Dort neu anfangen? Das wäre großes Kino gewesen. Zumindest vom Klang her. Die Realität? Ich denke, New York ist groß und teuer. Wohnen, ui. Nun doch Ostwestfalen. Der Unterschied könnte kaum größer sein. 14. Tag der Entscheidung. Comong home. Wir hatten mal überlegt, ob Neuseeland nicht was für uns wäre. Wir sind dann hier geblieben. Man nimmt sich doch immer mit. Wenn man dort glücklich sein kann, warum dann nicht auch hier?

      Eine schöne Geschichte auf jeden Fall, dein 14. Januar 2013. Danke. Ich sehe die Flughäfen vor mir und dich in einem Flugzeug mit Blick auf den Big Apple. Bye. Was für Entscheidungen das Leben so bereithält. Nun, eigentlich halten wir sie natürlich selbst bereit. In dem wir entscheiden, uns Fragen zu stellen, die dann eine Antwort brauchen. Wo will ich leben? Wie will ich leben? Australien, New York, Ostwestfalen.

      Ich wünsche dir gute Zeiten, wo immer du bist.

      Liebe Grüße

      Jens

  6. Danke für die guten Wünsche! Ich empfinde das auch als Privileg, solche Entscheidungen treffen zu dürfen. Viele haben gar nicht Möglichkeit. Oder vielleicht doch? Vielleicht haben wir viel öfter die Wahl als wir denken, wenn da nicht die Angst, die Bequemlichkeit, die Vernunft wären – who knows…? LG

    1. Hi Uta,

      gerne geschehen. Ja, gut, wenn man die Wahl hat und was machen kann. Dann ist es eher das Gefühl, aus eigenen Stücken gehandelt zu haben.Das macht es einfacher, Entscheidungen, Situationen, Umstände zu tragen und zu leben im positiven Sinne.

      Die Wahl haben wir in jeder Sekunde, wenn wir unsere Vorstellungen ausblenden, die die Sile sind, manchmal die Ketten, die uns halten. Prinzipiell sind wir freie Wesen. Die doofe Angst. Hinfort mit ihr, den Mutigen gehört nicht die Welt, aber das eigene Leben, was aus individueller Sicht eins ist.

      Liebe Grüße

      Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.