Im Jahr des Zwei-Null-Dreizehn-Regenbogens:)

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Nachdem sich das Jahr 2012 irgendwie ein wenig eierig verabschiedet hat und, sagen wir mal, sich indifferent in 2013 verwandelt hat, kommt allmählich ein Gefühl von YES. Go for it. Take it. Die Chancen stehen gut. Mindestens fifty-fifty, was ja mal das Thema dieses Blogs ist, womit ich den fiftyfiftyblog zum Blog des Jahres 2013 erkläre.

Wer jetzt denkt, das ist mal eben so aus der hohlen Hand gezaubert, dem sag ich: Nix da. Von wegen Kollegen. Das hat alles Hand und Fuß. Als alter Indianer, der täglich in der Natur unterwegs ist, habe ich die Vogelzeichen gelesen und gedeutet. Es geht voran. Neulich in Siegen. Über mir am Himmel Heerscharen tanzender Vogelschwärme. Ich gebe zu, ein ein wenig indifferentes Zeichen. Sag ich ja. Ende 2012, Anfang 2013. Mein morgendlicher Kaffeesatz hat da auch nicht mehr hergegeben, es sei denn, ich habe da was wichtiges übersehen und habe die Zentralmessage der Menschheit im Komposteimer entsorgt.

Aber ich gehe mal nicht davon aus, dass die Zentralmessage alleine über mich läuft. Wir wollen ja mal nich dem Größenwahn verfallen. Also Fuß vor Fuß, relativ kleine Brötchen mit Schokostücken backen, den Glückskeks von Silvester nicht vergessen („Das Bemühen um einen Menschen bringt unerwartet Belohnung“ – echt jetzt, stand drin) und dranbleiben. Mach ich eh und ihr hoffentlich auch. Müsst ihr ja, wenn ihr regelmäßig fiftyfiftyblog lest. Denn hier geht es ans Machen, Tun, Eingemachte. Vorwärtsschauen, Ärmel hoch. Hingucken, nicht wegducken und loslegen, ablegen, sich auf See begeben.

Da war doch noch was. Ich halte euch hin und ein wenig auf. Aber mittlerweile weiß ich ja, dass ihr fiftyfiftyblog zum Frühstück lest. Also gemütlich, relaxt. Zum ersten Kaffee, zum Müsli, Petra zu den Cornflakes. Was die Social Media alles so verraten. Sozialstudien, die so nebenbei laufen. Ungewollt, unwissend.

Der Regenbogen. Somewhere over the rainbow. Und Jimmy ging zum Regenbogen. Jetzt mal positiv gedeutet. Ins Licht. In die Hoffnung. In die wunderbare leichte Zuversicht. 2013. Mir sind gleich zwei Regenbögen über den Weg gelaufen. Geschenke, die mir vor die Füße, vor die Augen gekullert sind wie ein Goldstück, das über die Straße auf einen zurollt. Einfach nehmen, aufheben, in den Händen halten und sich dem Glanz ergeben. So in der Art. Kommen wir mal zurück auf den Boden der Tatsachen, den Teppich der Realität.

Zwei Regenbögen. Einen habe ich oben an der Eiche gesehen gemeinsam mit Herrn Cooper. Die Sonne ging auf und am westlichen Horizont tummelten sich atlantische Regenwolken mit der Absicht, etwas vorbeizubringen. Delivering the rain. Und den Regenbogen. Für Herrn Cooper und mich, die wir nebeneinander stehend das himmlische Schauspiel bestaunten wie die Fünfjährigen. Oh. Ah. Tage später kam Post. Eine liebe Grußkarte in einem schönen transparenten Umschlag mit einem kleinen Präsent. Einer durchsichtigen Regenbogenscheibe. Hält man die zwischen den Fingern ins Licht, tanzen kleine Regenbogenelemente. Schön. Eine Art Kaleidoskop. Pour moi. Regenbogen 2. Wie das zweite Greenpeace Schiff, nachdem die Rainbow Warrior 1 vom französischen Geheimdienst versenkt wurde.

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Also rufe ich das Schönlausche Jahr des Regenbogens aus. Mit den Füßen auf dem Boden, mit dem Kopf im Himmel. Und ihr seid natürlich eingeladen, mitzugehen. Ein spektraler Spaziergang Richtung Horizont. Ein weiteres Abenteuer. Ein weiteres Jahr. 2013. Here we go. Here we come.

10 Antworten auf „Im Jahr des Zwei-Null-Dreizehn-Regenbogens:)“

  1. Hallo Jens,

    zum zweiten Kaffee: Regenbogen. „In die wunderbar leichte Zuversicht“. Wow! Worte wie ein Gedicht. Jetzt sind wir fest drin, im Jahr 2013. Ein Jahr des Regenbogens – warum nicht?! Ich bin dabei.
    In der derzeitigen, leider sehr grauen Wetterlage macht sich die Sonne wirklich rar. Für die nächsten Tage ist die Rückkehr des Winters angesagt. Vielleicht bekommen wir da die Chance auf etwas Sonne. Diese vermisse ich sehr. Was ich aber liebe, sind Regenbögen. Bei abziehendem oder leichten Regen kommt die Sonne hervor und bietet ein kolossales, farbenprächtiges Schauspiel. Vor einiger Zeit habe ich sogar einen ganzen Doppelregenbogen gesehen, d.h. ein doppelter Regenbogen im Halbkreis von einer Stelle herüberragend auf eine zweite Stelle (kann man das so verstehen?). Wunderbar! Da freut man sich, was uns die Natur bieten kann! Regenbogen, als Ausdruck der Vielfalt. Wie sagst Du? „Mit den Füßen auf dem Boden, mit dem Kopf im Himmel“. Ja, so kann man das Jahr gut angehen.

    In diesem Sinne.
    LG
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      dann machen wir doch ein gemeinsames Regenbogenjahr, in dem Männer weinen dürfen und stark sein und männlich und schwul und… Frauen natürlich auch. Alles unter der Regenbogenfahne der Möglichkeiten. Wenn wir schon mal dran sind.

      Gehen wir das Jahr gut an und freuen uns auf alles, was kommt in den bunten Farben des Himmels.

      Liebe Grüße

      Jens

      1. Hallo Jens,

        auf ins Regenbogenjahr 2013!

        Männer und Frauen dürfen stark und schwach, schwul und lesbisch, männlich und weiblich sein, sich freuen und weinen. Alles ist möglich.

        LG
        Annegret

  2. Hallo Jens,

    trau mich dieses Jahr noch nicht auf den Regenbogen. Bin noch nicht so weit, wir tragen noch grau, haben den Anfang der Farbenstraße noch nicht gefunden, nicht entdeckt, aber: Wir werden ihn finden, in drei, vier Wochen wird das so weit sein, wir zwingen uns nicht, laßen uns treiben, leben damit. Also ich komme dann nach auf den Regenbogen, werde Euch schon wieder einholen und dann mit Dir und Annegret und allen hier weitergehen.

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      hast ja Zeit. Bei mir ist das mit der Traute durchaus auch so ein Ding. Bei allen Regenbögen der Welt bleibt doch der Respekt. Komm nach, lauf vor, spring mit – wir sind da, hier…

      Liebe Grüße

      Jens

  3. Lieber Jens,

    Die Himmelsfarben
    Labsal für müde Seelen
    Ein Regenbogen!
    (farbiges haiku zum jahresbeginn)
    Wie schön sowohl „en nature“ als auch ein kleiner Taschenregenbogen für etwaige Notfälle gedacht… (tolle Fotos)

    Auf ein buntes Jahr ;-)!

    LG, Danièle

    1. Liebe Danièle,

      oh, zum Regenbogen noch ein Haiku. Herzlichen Dank.

      Das Foto zu schießen hat Spaß gemacht. In meinem Büro mit der Kamera und der Deckenlampe hantiert. Das hat mich an mein Studium und der Beschäftigung mit Goethes Farbenlehre erinnert. Lange ist es her. Da hatten wir Prismen und haben uns Goethes Phänomene angesehen, um seine Beschreibungen zu verstehen. Das gehörte zu den Vorbereitungen „unserer“ italienischen Reise, die wir mit unserem Lehrer unternommen haben. 6 Wochen auf Goethes Spuren. Jeden Tag tiefer drin in der „italienischen Reise“ – herunter bis hinter Neapel zu den griechischen Tempeln aus der ersten griechischen Kolonisationsphase.

      Dir wünsche ich auch ein schönes, buntes Jahr

      Jens

  4. Halli hallo-o,

    ach wie schön!
    In meinem Glückskeks, dessen Zettelchen ich mir extra zur Erinnerungan meinen Smeg ( ja! freu) gepinnt hab, steht:“ Soon you will be on the right way.“
    Auch schön, so hoffnungsfroh!
    Nachdem ich nun eine kleingroße beschwerliche Reise bergauf hinter mir habe und Sonntag mit einem ganz leichten, ruhigem und klarem, Gefühl/ Gefühlslage aufgewacht bin und der Himmel blitzeblau strahlte,
    die Sonne mir das Gesicht wohlig wärmte- der Blick über all die Täler und Wege möglich wurde…
    ja, ich rufe mit aus, definitiv!
    Jeder Atemug, jeder Tag… eine neue Chance es besser zu machen, zu reifen!
    :)

    1. Hi Sarah,

      das klingt ja gut beschwingt fröhlich. Du verbreitest gute Laune. Danke. Smeg. Schön. Macht sich bestimmt gut in der Küche.

      Jeder Tag zählt. YES.

      Liebe Grüße

      Jens

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