By the way

Auf leisen Sohlen Filzpantoffeln
schwebend rudernd freigeworden
lüstern bebend aufgeregt
abgestiegen aufgelegt

Weißt du wann die Zeit gekommen
Lücken groß wie Schweineherden
kannst gedeihen in den Räumen
die als großes Los gezogen

Hast das Blei vom Hals geworfen
Händeketten abgestreift
was willst du denn jetzt noch sagen
das dann doch was übrigbleibt?

Zeit vergeht
banales Reden
tief im Grunde
großes Beben

Wenig hören jetzt im Flug
Ohren zu
geschlossne Poren
nur ganz schnell noch weg
von hier

Mal sind´s Kirschen
die hier reifen
duftge Rosen
kitschig blüh’n

Doch auf dieser langen Reise
freut sich alles
schön zu seh’n
was wächst und macht
und aus sich raus der Welt
Geschenke unverpackt
aus purer Lust
hier geben will

Sag danke Kind
schön tief verneigt
und aufgeräumt
und bäum’ dich nicht
du hast noch alles Weiche
wachsend reich verpackt

juni 2011

 

3 Antworten auf „By the way“

  1. Guten Morgen, lieber Poet,

    hast Du des Nachts noch ein Gedicht gezaubert, so nebenbei, im Flug, vor dem Abflug? Eine Ode auf das Leben. Und so ganz, ganz nebenbei entdecke ich ein wenig Vers, versteckt natürlich, denn der Vers ist ja nicht Dein Ding. Oder soll ich Reim sagen?

    Viele Grüße

    Annegret

    P.S.: Die späte Stunde scheint Kreativität zu erwecken. Ich habe gestern noch eben eine Übersetzung für meine Tochter geschrieben, die wegen den derzeitigen schulischen Aktivitäten total kaputt war.

    1. Hi Annegret,

      ja, gestern war ein langer Tag. Und jetzt gleich habe ich einen Termin. Bin im Durtchflug. Sssssssssss… Ja, da ist ein wenig Reim und ein wenig Rhythmus. Ruckelt aber:) Und du übersetzt für deinen Tochter? Ts. Ich hoffe, du hast Fehler eingebaut,oder hast du ihr all ein Sprachwissen schon weitergegeben? Dir ein schönes Wochenende.

      Liebe Grüße

      Jens

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