Unterwegs im größten Museum der Welt

Gestern Abend. Kunst-Gigantomanie par excellence. In einem Museum 184 Sammlungen, 8.223 Künstler/innen, 36.589 Kunstwerke. Ich habe sie nicht alle gesehen, mich auf einige wenige beschränkt. Mit denen dafür intensiver, teils per persönlicher Erläuterung durch Fachleute. Stunden. Ein sehr intensives Kunsterlebnis nach einem langen Tag. Wunderbar:)

Es war spät. In der Agentur hatte ein Meeting bis in den Abend gedauert. Als ich nach Hause kam, war Ela noch beim Yoga, Zoe und Jim hingen im Ofenzimmer ab. Lesend, cruisend. Herr Cooper grillte seine Nase am Ofenfenster. Manchmal denke ich ja, das zentrale Wesen dieses Hundes ist das einer Katze. Wie er sich immer freut, wenn ich komme. Oh, oh, Herrchen ist da. Bitte streicheln, kraulen, Aufmerksamkeit schenken. Gerne, alter Lump.

Ela kam vom Yoga, hat noch kurz gelesen und kurz irgendwann verschwanden dann alle. Die lichtreduzierten Tage machen müde, der Dämmermodus beginnt deutlich früher. Also habe ich mich auch auf mein Bett zurückgezogen, habe das Laptop angeworfen, Mails gecheckt, Blog, Kommentare, facebook. Dort traf ich auf einen Bericht des Siegener Museums für Contemporary Art. Nach Bridget Riley wird gerade die neue Ausstellung aufgebaut.

Dann stieß ich auf einen Post der TATE modern in London, den ich teilte, woraufhin mir ein Geschenk gemacht wurde. Plötzlich erschien ein Post zur TATE Britain, der meinen TATE modern Post kommentierte. Ein Geschenk. Denn hinter diesem Beitrag öffneten sich die Türen zum größten Museum der Welt und ich ging verloren in den Tiefen der unendlichen Räume. Ich hatte die Eintrittskarte zum Art Project powered by Google bekommen.

Hier präsentieren die Museen der Welt Kunst. Und nicht nur das. Zudem gibt es Infos und teils Expertenvideos, die die Bilder und Objekte erläutern. Selbstverständlich wird das Projekt durch einen Google+-Auftritt flankiert. Dort kann man sich inspirieren lassen. So bin ich auf die 104 Monets gestoßen, ein Foto von Henri Cartier-Bresson und die wunderschön farbenfrohe, tragische Ophelia von Sir John Everett Millais, das unter DETAILS in einem Video detailliert erklärt wird.

Luxus, der den Reichtum der Welt zeigt. Ein kongeniales Zusammenspiel. Die Museen zeigen, was sie haben, können. Und alle Menschen der Welt können, so sie Zugang bzw. freien Zugang zum Internet haben, sich die Werke und Meister/innen ansehen. Da kann man Zeit verbringen. Verführerisch. Abends mal schnell vorbeischauen. Oh, oh. Vorbei an facebook, wo immer Licht brennt und die Menschen nicht müde werden, zu posten und zu quatschen (Gute Nacht, Johnboy…) und rein ins Museum.

Ich wünsche euch, sofern ihr Lust habt, viel Spaß beim Besuch des größten Museums der Welt mit den komfortablen Öffnungszeiten 365/7/24. Nur mal kurz vorbeischauen… Klar. Viel Spaß und schöne Zeiten mit all dieser unglaublichen ART.

2 Antworten auf „Unterwegs im größten Museum der Welt“

    1. Liebe Danièle,

      gerne geschehen. Nach Nietzsche treten wir dann doch noch ein ins Zeitalter des Dionysischen. Die Kunst kommt zu den menschen, verliert das Elitäre und haptisch erfahrbar in den Küchen und Wohnstuben. Wer will, kann. Jederzeit. Sich treiben lassen durch die Zeiten.

      Ich wünsche dir einen schmuckvollen Tag.

      Herzliche Grüße

      Jens

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