Ein Blick auf und in die Villa Hügel/ Essen

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Ich mag Essen. Die Stadt, den Baldeneysee. Von dort schaut man auf die Villa Hügel, über die ich im letzten Jahr in der Biographie von Bertolt Beitz gelesen habe. Ich habe eine Freundin besucht, wir sind am See entlang geschlendert und wieder habe ich die Villa vom Hügel herab durch die Bäume blinzeln sehen.

Also sind wir raufgefahren, haben uns beim Wachmann an der Pforte zwei Tickets gekauft und sind vorgefahren – auf den Parkplatz. Den Weg sind schon viele Persönlichkeiten gefahren – nun also auch wir. Die Sonne schien überraschenderweise und es lag andeutungsweise ein wenig Frühling in der Luft. Schöne Bilder in einem schönen Park. Knips.

Drinnen eine Ausstellung rund um die Geschichte der Firmen Krupp und Thyssen. Es gab viel zu lesen, wozu ich keine Lust hatte. All dieses Wissen, all diese Zahlen und Stammbäume und Fotos von Familienmitgliedern. Gähn. Die Straßen auf dem Weg zur Villa waren schon mit Kruppschen Vornamen verziert. Arnoldstraße, Eckbertstraße, Klausstraße, Haraldstraße. Fehlte nur die dicke Berta. Scherz beiseite.

Mir war nicht nach Lesen und Ausstellungsobjekten. Mich haben vielmehr Details interessiert. Die vielen Kronleuchter, riesige Vorhänge, das gebogene Glasdach. All so Dinge, die im normalen Leben so nicht vorkommen und von daher besonders sind. Hier eine Auswahl der Dinge, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.

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4 Antworten auf „Ein Blick auf und in die Villa Hügel/ Essen“

  1. Hallo Jens,

    solche Städte wie Essen oder Oberhausen sind etwas Besonderes. Neben dem Pompösen wie der Kruppschen Villa (ich gestehe, ich war noch nicht drinnen) ist ein Besuch der Zeche Zollverein in Essen oder des Gasometers in Oberhausen eine tolle Sache. Industriekultur hat was. Die Industrie gerät nicht ins Vergessen.

    LG
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      die Zeche Zollverein habe ich zweimal besucht. Den Gasometer kenne ich noch nicht. Reizt mich aber auch. Das Ruhrgebiet ist schon besonders – auf jeden Fall fühle ich mich dort sehr wohl.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Ach sooo, so ein date- naguut. (schön mal voll daneben gelegen… von wegen tiefe augen-blicke…:) )
    naja, die bilder sind ja auch augenblicke… und kleine kunstwerke. der erste kronleuchter erinnert mich an ein mandala. ein licht mandala. und dann das seebild: ein blick nach draußen, sofort zieht weite und frische seeluft in meinen betrachtenden geist…einzig der schatten des fotografen ist da wie ein kleines stoppschild- „haalt, so weit raus gehts gar nich`“.
    brr, dann der andere kronleuchter und das schöne große fenster- alles ordentlich zugezogen, senfgelbe Vorhänge, nagut. licht fällt durch die weißen. ja, zuletzt das grafische muster beim blick nach draußen …interessant. ich sehe wieder mal lichtbilder und meine schablonen…:)
    wo du überall rumschwirrst!
    schön und spannend!

    1. Hi Sarah,

      ja genau, tiefe Augenblicke in wunderbare Augen. Und viele Fotos und Eindrücke. Solche Villen sind Orte mit besonderen Ecken und Kanten. So große Räume. Alles überdimensioniert. Ich dachte, das alles sei ein Schloss. Industrieadel. Gelebt wie die Könige über der Stadt. Herrscher eines Imperiums.

      Das Muster ist übrigens eine gewölbte Glasdecke, durch die Licht in einen Konzertsaal fällt. Ja, die letzten Monate schwirre ich viel umher. Ich war mal häuslicher.

      Liebe Grüße

      Jens

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