S.O.S – Papa in Not!

Ela ist weg! Nix fiftyfifty. Für drei Tage ist sie bei Pia auf der Burg. Schon lange geplant, also keine Krise oder „dem ist die Frau abgehauen“ (so heißt das dann doch, oder?). Ela besucht einfach ihre Freundin. Sie hat ihren Rechner mitgenommen und auf der Burg das Turmzimmer bezogen. Hat sich ins Netzwerk reingedübelt und ist dort online. Jetzt mailen wir uns. Heimlich verliebt. Mit kleinen Küsschen und so. Teenagerliebe. Hach!

Das heißt also: I’m the captain. Habe so halbwegs alles (so ca. 33 %) unter Kontrolle und alles, was nicht so klappt wie normal, kehr‘ ich mal lieber unter den Teppich. Sonst macht sich Ela noch Sorgen, die da vielleicht mitliest. Huhu! Jim ist heute zu Hause. Der hatte gestern Jugendfeier in der Schule – also so eine Art freichristlicher Konfirmation. Eine Aufnahme in die allgemeine Christengemeinschaft ohne Anbindung an eine spezielle Kirche. Das kann er dann nach Belieben noch früher oder später machen. Heute darf er sich ausruhen.

Ist auch notwendig, weil er das Wochenende mit der Feier beschäftigt war. Die Jugendlichen haben als Zeichen des Abschieds von der Kinderzeit jeweils einen Kindertisch aufgestellt. Jim hatte da sein Kleinkindfotoalbum, sein Kuscheltier, Kinderschuhe, eine Laptop-Präsentation mit Kinderbildern und das Baby-Armbändchen aus dem Krankenhaus präsentiert. So süß. War der mal klein. Zur Feier gehörte es, dass alle Jugendlichen der „Gemeinde“ etwas vortragen. Als Zeichen des Erwachsenwerdens, Verantwortungübernehmens. Jim und ein Freund haben einen Song komponiert, getextet und in Begleitung ihrer Gitarren vorgetragen. Wie singt Culcha Candela: Hammer. Hatten die beiden heimlich gemacht. Ein Song über das Abschiednehmen und die Zukunft. Auf Englisch. Gestern Abend dann – nachdem wir vorher in Köln essen waren und von dort Ela verabschiedet hatten – bekam Jim Kopfschmerzen. Jetzt ist er wieder fit und hat für mich den Cooper-Spaziergang übernommen.

Denn ich musste unser neues Auto anmelden. Also ein gebrauchtes neues Auto. Wieder ein Kombi. Mit funktionierender Klimaanlage – wie angenehm. Also habe ich heute Morgen erst Zoe zur Schule gebracht, dann die Kiste angemeldet und danach Jim mit Frühstück versorgt. Und gearbeitet, mit Kunden telefoniert und jetzt zwischendurch diesen Blogartikel geschrieben. Der fehlte ja noch. Dann müsste ich eigentlich noch Wäsche falten, Betten machen, durch die Wohnung fegen… Desweiteren stehen kochen und Zoe abholen an. Und dann muss ich noch das neue Kennzeichen hinten anbringen – dummerweise drehen die Schrauben durch. Die alten Kennzeichen musste ich quasi abreißen. Shit. Und: Mit Zoe Hausaufgaben machen. Mein großer Bruder hat das große Vergnügen, dass seine Frau aktuell sechs Wochen eine Kur absolviert. Gute Sache, weil sie mit schwer- und schwersterziehbaren Kindern und Jugendlichen arbeitet. Ich denke, das schlaucht. Da ist es besser, sich ab und an eine Auszeit zu nehmen.

So, ihr Lieben, ich kehre zurück zur Arbeit. Heute schreibe ich einen SEO-Text. SEO heißt Search Engine Optimization. Der Kunde möchte, dass möglichst viele Kunden über Google zu ihm auf die Seite kommen. Da müssen die entsprechenden Keywords in gewisser Häufigkeit fallen. Das ist Texten mit Handschellen und Taschenrechner. Egal, dann eben SEO. Die Sonne scheint ins Büro, ich habe ein Schokocroissant und einen Cappuccino im Bauch und die Sonne scheint wunderbar in den Raum. Macht’s gut. Euch eine schöne Woche.

4 Antworten auf „S.O.S – Papa in Not!“

  1. Hallo Jens,

    oh, dachte ich mir, was ist denn Search Engine Optimization? Jaja, Wiki wußte es gleich mir zu erklären: Suchmaschinenoptimierung! Alles klar.
    Drei Tage auf der Burg, Auszeit. Finde ich eine schöne Sache für Deine Frau. Du und die Kinder werdet das schon überleben. Da bin ich mir ganz sicher.
    Ich mußte am Wochenende wiederholt feststellen, daß die gemeine Landmücke eine ganz fiese ist. Beim Besuch meiner Eltern haben wir uns wieder gefühlte tausend Mückenstiche zugezogen. Und das allerallerhinterhältigste ist, daß diese Spezies auch nichts gegen lange Klamotten oder Socken hat. Sie beißt sich durch jegliches Gewebe. Ich glaube, vor meinem nächsten Besuch muß ich mich in Knoblauch wälzen, ausgiebig.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    Annegret

    1. Hi Annegret,

      Mücken! Die gibt es unzählig auf dem Camping Platz, den wir im Sommer ansteuern. Levanto. Aqua Dolce. Mein Mittel: Jucken lassen. wenn man es schafft, nicht zu kratzen, hört das von alleine auf. Ehrlich. Ich kratze einfach nicht mehr. Nach ein paar Minuten hört das Jucken auf.

      Liebe Grüße

      Jens

  2. Tja so ist das hatlt, lieber Jens. Habe ich Mitleid? Nein, das hält sich in Grenzen. Du bekommst das schon hin.
    Witzig manchmal wir ähnlich das manchmal ist. Nein, wir hatten keine Jugendweihe, wir sind darüber lange scon hinaus. Aber wir haben morgen Geburtstag und habe deswegen ein Auto gekauft. Ein altes, mit verhältnis wenig km, die Anmeldung führt der Verkäufer durch. Das ist in Berlin abartig zum KVA gehen zu müssen. Studenlange Warterei, grauenvoll. Das macht kein Spaß, das lässt man machen. Ich hoffe mal, dass das Auto morgen wenn Tine vom Dienst kommt vor der Tür steht.
    Da fiel mir mein eigenes erstes Auto ein: ich habe den VW-Käfer meines Bruders übernommen: pfeilschnell :-)), Bergrunter schneller als hoch :-), Einzelschließung der Türen und nur per Schlüssel, Fensterkurbel gratis dazu. Klimaanlage wenn man die kleinen Seitenfenster entsprechend eingestellt hat. Heizung, im Sommer dann Stizheizung, wenn er in der Sonne stand, das war dann sogar Standheizung, im Winter Sportbetätigung der Arme durch fixes Eiskratzen. Aber er war azurblau, lud zum Träumen ein und tat seine Dienste gut, brachte uns nach Spanien ganz weit runter…

    Herzlich
    Gitta

    1. Hi Gitta,

      klar krieg ich das hin. Nur lassen sich 50% ja nicht so einfach ersetzen. Ich kann ja jetzt nicht doppelte Leistung bringen. Hauptsache ist, die Kindfer sind versorgt und wir müssen hier nach Elas Heimkehr nicht renovieren:) Dir viel Spaß mit dem neuen Auto. Hier auf dem Land dauert das Anmelden mit Schildern machen lassen ca. 45 Minuten. Als ich kam, zog ich Nummer 387 und die Anzeigetafel zeigte 364. Bis ich dran war, vergingen 15 Minuten. Das geht.

      Liebe Grüße

      Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.