Sorgenfrei gegenüber von Herr von Eden

Prince

Wo anfangen? Wo aufhören? Vielleicht bei der Musik, dem Ort? Mein Bett. Auf den Ohren per Kopfhörer AWESOME MIX VOL. 1, der Soundtrack zu Guardians of the Galaxy“. Seventies Pop. Geile Scheibe.

Ich war in Köln, bin seit einer halben Stunde zurück. 00:30. Ein Textjob. Eine Internetseite. Ein Kunde einer befreundeten Agentur hatte uns zu einem Arbeitsessen ins Sorgenfrei eingeladen. Wie oft so etwas passiert? Wie viele Finger hat meine rechte Hand? Also da sind dann noch einige frei. Ein wirklich sehr netter Kunde. Eine wirklich sehr nette Agentur.

Meine Wahl fiel auf den Seeteufel mit Chili-Kakaobohnenkruste. Dazu ein Chardonnay aus der Bourgogne und abschließend ein Espresso mit fünf Petit fours. Um das Essen herum haben wir über den Job gesprochen. Ich habe wie immer viel mitgeschrieben, mir ein positives Bild gemacht und freue mich nun, textlich etwas zurückgeben zu können.

Ich war schon am Nachmittag losgefahren, weil die Sonne schien, gerade nichts zu tun war und ich Lust hatte, Köln zu sehen. Durch die Straßen schlendern, die Kamera um den Hals. Gucken, saugen. Stadt. Kosmopolitisches. Landleben ist wunderbar, aber ab und an fehlt der Input. Die Farben, die Botschaften, die Abwechslung, die Geschichten der Stadt. Also habe ich mich hineingestürzt und geguckt und gestaunt.

Gestartet bin ich vom Sorgenfrei in der Antwerpener Straße. Gegenüber von Herrn von Eden, der die Anzüge für Jan Delay schneidert. Ein Couturier. Ein großer, feiner Laden mit vielen, vielen Anzügen. Ein Paradies. Der blaue Samt-Smoking im Fenster zu 700 €. Olala. Herr von Eden eben.

Herr von Eden

Also habe ich mich in die Stadt bewegt. Vorbei an Geschäften. Werbesäulen. Mülltonnen mit Aufklebern. Überall Geschichten, Spektakel, Botschaften. Da wird man als Landei verrückt. Overflow. Scheuklappen müsste man tragen, eine Mütze über den Kopf. Der Modeladen mit dem wunderbaren Namen LIEBLING. Um Gunst ringende Kreativität. Markenarbeit. Positionierung. Auffallen im Haifischbecken der Verlockungen.

Liebling

Ich habe mich treiben lassen. Vorbei an Pauls Restaurant in Richtung Innenstadt. Abgebogen um einen Blick in den Hutladen zu werfen. Die Mützen und Hüte passen zu den Herr von Eden-Kollektionen. Die alte Glühbirne im Schaufenster. Style, die Story von Handwerk, Tradition, den guten Dingen der Vergangenheit. Fehlen zu Anzug und Hut noch die passenden Schuhe. Cortillone, Berlin. Italian Style. Wild, auch mal schön grob, leider auch teuer. Online, nicht in Köln.

Glühbirne

Gelandet bin ich irgendwann im Gloria. Wie früher. Auszeit. Pause. Eine Mail an Viveka, teilhaben lassen, einen Zoff verarbeiten. Kleine Schritte. Die Nachricht von der Säule. Für alle, die mehr wollen.

Für alle die

Zurück durch die Straßen, die Zeit, die Menschen. Zum Text, zum Seeteufel, zu den süßen Petit fours und nach Hause in mein Bett. Ein wunderbarer Ort. Und jetzt: Schön schlafen. Ein neuer Tag, neue Aufgaben, Texte, die geschrieben werden wollen und am Nachmittag ein Telefonat. Infos, Briefing, Rebriefing. Das Leben ist ein Job. Unter anderem.

Gelb

Ich feier mich

Zwei Kleider

2 Antworten auf „Sorgenfrei gegenüber von Herr von Eden“

  1. Sorgenfrei… wie schoen ist das, Jens?
    Oder wie schoen waere das… es waere, nein ist Penny Lane… is in my ears and in my ears.
    Das ist das Lieblingslied einer meiner Lovelies, mit denen ich mehr Zeit verbringe, als mit meiner Familie.
    Ich arbeite 72 Stunden in der Woche, damit meine Familie sorgenfrei ist und witzigerweise besteht auch mein Job darin, andere Menschen Sorgen zu befreien.
    Ich bin ein Sorgenbefreier… what a mission to accomplish!

    http://www.youtube.com/watch?v=1FlQCtg96SQ

    1. 72 h. Das ist viel. Das sind 6 Tage a 12 h. 72 h lang Menschen von Sorgen zu befreien, ist schon wirklich intensiv. Ich denke und hoffe, dass du da viel zurückbekommst. Job und Familie, ein besonderes Thema. Ich bin nach wie vor 3 Tag die Woche festangestellt, um die Flexibilität zu haben, die letzten Jahre meiner Kinder, in denen sie hier in der Alten Schule wohnen, mitzubekommen. Der Job ist noch nicht zu Ende und ich genieße es, sie jetzt so groß und eigenständig zu sehen. Liebe Grüße ins Königreich, Jens

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