Irgendwie alles so Italien…

Surfboard_red

Ciao.

Wer hier öfter ist, ich meine, schon lange, so die letzten Jahre, der weiß… Der Typ, der hier schreibt, hat so ein Italienproblem. Ist er nicht dort, denkt er dauernd dran. War er dort und kommt zurück, hängen die Gedanken zurück. Dann werden die Fotos gezeigt, die Geschichten erzählt und all das findet kein Ende. Erinnert ihr euch an diese Fernreisen-Diavorträge von früher? Klaus vor den Pyramiden. Klaus mit dem ägyptischen Reiseführer. Klaus in einer Oase. Klaus auf dem Basar. Klaus trinkt ein Bier. Klaus lächelt. Und Klaus nimmt kein Ende… Und äh, ich glaube, schade eigentlich, mein Bus fährt, überhaupt hab ich so ein Gefühl, dass mein Haus brennt und ich mal weg müsste. Toller Diavortrag, Klaus. Super Reise. Bisten echter Weltenbummler. So kosmopolitisch und so. Tschüss auch, bis die Tage. Viel Spaß noch. Bis neulich. Ja, so einer bin ich. Nur eben Italien statt Ägypten. So in etwa. Allerdings heiß ich nicht Klaus.

Tja. Müsst ihr durch. Ihr esst gerne Pizza, Lasagne, mögt Espresso, Fiat 500, italienische Schuhe, vielleicht. Und was ich euch zu zeigen habe, ist nun auch nicht das Schlechteste. Ich meine. Tatsächlich ja, es gibt Schlimmeres.

Für mich ist es momentan nur schwierig, irgendwie einen roten Faden in diese grün-weiß-rot gefärbte Brille zu bekommen. Wo fange ich an? Wo höre ich auf? Es ist ein wenig verflixt. Seit Montag arbeite ich. Samstaggnachmittag noch oben auf dem Gotthard, Montagmorgen im Office. Finger fliegen lassen. Projekte abarbeiten. Schreiben. Denken. Als wäre nichts gewesen. Gar nichts. Dabei war so viel. Nun gut, die Welt kann nicht auf einen Herrn Schönlau warten. Sie dreht sich weiter, lächelt, klopft mir auf die Schulter und flüstert „Mach dir keinen Kopf, Baby. So läuft das. Ich drehe mich und wer mit will, der schwinge die Hufe. Avanti-Galoppi.“ Ts.

An dieser Stelle nun habe ich eine Fotoidee. Endlich passiert mal was in meinem Kopf. Der ist blogtechnisch so träge. Herrje. Da habe ich Geschichten, Material und der macht Siesta. Liegt noch am Strand. Trinkt Cappuccino, Aperol, Peroni. Aus 0,66l-Fässern. (Unter uns: In Italien italienisches Bier zu trinken, hat einen gewissen Kultstatus, aber. Ganz ehrlich? So ein echtes deutsches Bier, so ein Becks zum Beispiel, hey. Aber. Ich versuche mir verstärkt abzugewöhnen, wählerisch zu sein. Nehmen, wie es kommt.)

Das Karussell-Foto vom Wellentag. Dunkle Wolken, ein rosafarbenes Karussell und Musik von Elvis Presley. Sehr skurril die Szenerie.

Karussell_red

An dem Tag ist auch das Foto vom Surfbrett oben entstanden – auf dem Rückweg von der Promenade zum Strand und ab in die Piper-Bar, die ich dieses Jahr wenig frequentiert habe. Lieber mit Viveka sitzen. Irgendwo im nirgendwo. Egal. Dummes Zeug reden. Geschichten erfinden. Lachen. Was haben wir gelacht. Mann. Heia Safari.

Ich meine, wo ich jetzt schon mitten im Wellentag gelandet bin, da nutze ich die Gelegenheit und schiebe hier noch zwei Fotos rein. Zwei Paare. Eines älter, eines jünger. Beide trotzen den Wellen. Die einen professionell, die anderen standhaft – eine lange Zeit schon. Gemeinsam. Komme, was wolle. So sah’s aus und ich zog meinen Hut, der eine Mütze war. In gelb, von Zoe. Eines ihrer Geburtstagsgeschenke, das sie mir öfter geliehen hat. Bis die Tage, vielleicht schaffe ich es doch noch, zu landen (Muss allerdings noch nicht unbedingt sein. :)

Brandung2_red

Salvataggio_red

2 Antworten auf „Irgendwie alles so Italien…“

  1. Hallo Jens,

    als ewige Leserin Deines Blogs kenne ich Deine Italiensehnsucht, die Dich besonders in dunklen Tagen (gleichzusetzen mit Winter) heimsucht. Die Zeit bis zum Urlaub ist auch immer viel zu lang! Aber Träumen darf man das ganze Jahr!

    Als meine Kinder klein waren, kämpften sie oft mit Erkältungskrankheiten. Wenn wir im Sommer an die See (Nordsee, Dänemark) fuhren, war das wie eine Kur. Die Luft, das Klima, das Wasser, die Leichtigkeit .. Der Körper lebte auf, genauso wie der Kopf. Eine Wohltat!

    Die Sehnsucht „Wasser“ ist geblieben.

    Lieber Jens, Italien und der Sommer kommen auf jeden Fall. Du mußt nur warten können.

    Viele Grüße,
    Annegret

    1. Hi Annegret,

      Italien. Goethes italienische Reise: Auch ich in Italien! Der Winter ist lang, hier liegt der Schnee noch hoch, die Kinder hatten schneefrei. Juli. Abflug. Leben unter freiem Himmel – ich freu mich drauf. Wasser. Leben am Wasser.

      Das Warten ist nicht unbedingt meine Stärke:)

      Liebe Grüße

      Jens

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